Lexikon
Elektrophorẹse
Wanderung von elektrisch geladenen Kolloidteilchen in einem elektrischen Feld. Je nach der Wanderungsrichtung spricht man von Kataphorese (zum negativen Pol) oder Anaphorese (zum positiven Pol). Die Elektrophorese beruht darauf, dass die Teilchen durch Anlagerung oder Abspaltung von Ionen gegenüber der Flüssigkeit aufgeladen werden. Sie dient zur Trennung und zum Ausfällen von Kolloiden. In der Technik wird sie u. a. beim Tauchlackieren angewendet (lackieren). In der präparativen und analytischen Chemie verwendet man die Papierelektrophorese zur Trennung kleiner Substanzmengen; dabei wird ein Tropfen der zu trennenden Mischung auf einen Papierstreifen (mit einer Pufferlösung) gebracht, an dessen Enden eine Spannung von einigen hundert Volt liegt. Die Teilchen wandern verschieden schnell und können z. B. durch Farbreaktionen nachgewiesen werden. In der Medizin können mit Hilfe der Elektrophorese z. B. verschiedene Eiweißsubstanzen im Blutplasma aufgrund ihrer verschiedenen Wanderungsgeschwindigkeiten getrennt und untersucht werden.
Wissenschaft
Biosphäre an der Belastungsgrenze
Alles Leben auf der Erde hängt von einer intakten Biosphäre ab. Die Ökosysteme unserer Welt sorgen dafür, dass die Bedingungen auf unserem Planeten stabil bleiben: Pflanzen wandeln bei der Photosynthese CO2 in Biomasse um, die Menschen und Tiere ernährt. Doch wir Menschen entnehmen so viel Biomasse aus der Natur, dass das fein...
Wissenschaft
Wie das Gehirn sich aufs Zuhören fokussiert
Neurowissenschaftler haben herausgefunden, wie das Gehirn von Ratten die Wahrnehmung von Geräuschen steuert. Demnach verstärkt ihr Gehirn relevante Geräusche, wenn die Tiere beschäftigt sind. Dabei reagiert der auditorische Kortex nicht nur auf Geräusche, sondern passt seine Aktivität auch gezielt an die Anforderungen der Aufgabe...