Lexikon
Hare-Niemeyer-Verfahren
[hɛə-; nach T. Hare und H. Niemeyer]
Verfahren Hare-Niemeyermathematisches Verfahren, das bei Bundestagswahlen und den meisten Landtagswahlen zur Umrechnung der Zahl der Zweitstimmen in die Zahl der Mandate angewandt wird. Alle Zweitstimmen für eine bestimmte politische Partei aus dem gesamten Bundesgebiet werden mit der Gesamtzahl der zu vergebenden Bundestagsmandate multipliziert und anschließend durch die Gesamtzahl der gültigen abgegebenen Zweitstimmen geteilt. Die Restsitze werden nach der Höhe der Ziffern hinter dem Komma verteilt. Anders als das früher angewandte d’Hondt’sche Verfahren begünstigt das Hare-Niemeyer-Verfahren minimal die kleineren Parteien. Wahlsystem.
Wissenschaft
Eine eiskalte Gemeinschaft
Archäologische und biologische Forschungsergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die frühe Entwicklung der Beziehung zwischen Menschen und domestizierten Rentieren. von BETTINA WURCHE Das samtig-weiche Maul des Rentiers berührt sanft meine ausgestreckte Hand – blitzschnell verschwinden die angebotenen „Leckerli“. Die Zähne des...
Wissenschaft
Weniger Unfälle durch autonome Fahrzeuge
Wer fährt sicherer, Mensch oder von künstlicher Intelligenz gesteuerte Maschine? Anhand von Unfalldaten von autonomen und menschengesteuerten Fahrzeugen in den USA zeigt eine Studie nun: Selbstfahrende Autos sind tatsächlich seltener in Unfälle verwickelt und für die meisten Verkehrssituationen die zuverlässigere Wahl. Bei...