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Heurịstik

[
griechisch
]
die (methodische) Kunst der Wahrheitsfindung; Regeln, Hypothesen, versuchsweise Annahmen, die nur vorläufig, im Hinblick auf das zu Findende aufgestellt, nicht als tatsächlich und endgültig betrachtet werden. Zu den heuristischen Verfahren gehören Regeln, Vermutungen, Arbeitshypothesen, Analogien oder Gedankenexperimente, die der Auffindung neuer Erkenntnisse dienen, ohne deren Wahrheit mit letzter Bestimmtheit begründen zu können. Zur Lösung von Problemen der wissenschaftlichen Forschung können sowohl Gebote (positive Heuristik) wie Verbote (negative Heuristik) aufgestellt werden, deren heuristischer Wert sich nach den im Rahmen eines Forschungsprogramms erzielten Erfolgen bestimmt. In der Pädagogik vollzieht eine heuristische Unterrichtsmethode den Weg zu wissenschaftlichen Erkenntnissen nach, statt nur die innere Systematik eines Faches darzustellen. In jüngster Zeit befassen sich die Kognitionswissenschaft und die künstliche Intelligenz verstärkt mit Heuristik.
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