Lexikon
Heurịstik
[
griechisch
]die (methodische) Kunst der Wahrheitsfindung; Regeln, Hypothesen, versuchsweise Annahmen, die nur vorläufig, im Hinblick auf das zu Findende aufgestellt, nicht als tatsächlich und endgültig betrachtet werden. Zu den heuristischen Verfahren gehören Regeln, Vermutungen, Arbeitshypothesen, Analogien oder Gedankenexperimente, die der Auffindung neuer Erkenntnisse dienen, ohne deren Wahrheit mit letzter Bestimmtheit begründen zu können. Zur Lösung von Problemen der wissenschaftlichen Forschung können sowohl Gebote (positive Heuristik) wie Verbote (negative Heuristik) aufgestellt werden, deren heuristischer Wert sich nach den im Rahmen eines Forschungsprogramms erzielten Erfolgen bestimmt. In der Pädagogik vollzieht eine heuristische Unterrichtsmethode den Weg zu wissenschaftlichen Erkenntnissen nach, statt nur die innere Systematik eines Faches darzustellen. In jüngster Zeit befassen sich die Kognitionswissenschaft und die künstliche Intelligenz verstärkt mit Heuristik.
Wissenschaft
20 Jahre nach dem Tsunami
Wissenschaftler entwickeln Frühwarnsysteme, um weitere Katastrophen zu verhindern. von KLAUS JACOB Die Flutwelle, die vor 20 Jahren im Indischen Ozean wütete, hat die Einstellung der Menschen zum Meer verändert. Damals, ausgerechnet an Weihnachten, starben mehr als 230.000 Menschen, darunter viele Urlauber. Die meisten kannten...
Wissenschaft
An der Grenze des Periodensystems
Forschende erzeugen mithilfe von Teilchenbeschleunigern neue superschwere Elemente. von CAROLIN SAGE Nur wenige Minuten nach dem Urknall entstanden die ersten chemischen Elemente: Wasserstoff, Helium und Lithium. Doch dabei blieb es nicht. Eigentlich fing die sogenannte Nukleosynthese erst anschließend an, denn im Inneren von...