Lexikon
Leitgewebe
röhrenförmiges, lang gestrecktes Stofftransportgewebe der Pflanzen. Man unterscheidet: 1. Siebröhren zum Transport organischer Stoffe; in Längsreihen angeordnete Zellen mit durchlöcherten und schräg gestellten Endwänden (Siebplatten), die von Plasmasträngen durchzogen sind. – 2. Gefäße zur Wasserleitung; tote Röhren mit auffälligen, verholzten Wandversteifungen (Ring-, Schrauben-, Netz-, Tüpfelgefäße). Es gibt einzellige, enge Gefäße (Tracheiden), deren Endwände nicht durchbrochen, aber mit Tüpfeln durchsetzt sind, und weitlumige, aus mehreren Zellen entstandene Gefäße (Tracheen), deren Endwände durchbrochen sind oder ganz fehlen. Das Leitgewebe ist bei allen höheren Pflanzen zu einem strangförmigen Leitbündel vereint.
Wissenschaft
Sauerstoffatmung schon vor der Photosynthese?
Die Erdatmosphäre reicherte sich erst durch die Photosynthese der Cyanobakterien und anderer photosynthetisch aktiver Organismen mit Sauerstoff an. Erst dies ermöglichte die Entwicklung komplexerer Sauerstoff-atmender Organismen. Für ihre Stoffwechsel waren Moleküle wie die aeroben Chinone von großer Bedeutung. Forschende haben...
Wissenschaft
Erster Schritt zur Impfung gegen HIV?
Trotz jahrzehntelanger Forschung gibt es bislang noch keinen Impfstoff gegen das humane Immundefizienz-Virus HIV. Nun haben vier Forschungsteams unabhängig voneinander an Rhesusaffen und Mäusen erste Erfolge auf dem Weg der Impfstoffentwicklung erzielt. Mit Hilfe einer Technik namens Keimbahn-Targeting griffen sie in die Reifung...