Lexikon
Pentachlọrphenol
Abkürzung PCPfarblose kristalline Verbindung der Formel C6Cl5OH, die beim Erhitzen einen stechenden Geruch entfaltet. Im Gegensatz zu dem Natriumsalz (Natriumpentachlorphenolat) in Wasser kaum löslich. Pentachlorphenol wurde wegen seiner starken Giftwirkung auf Mikroorganismen besonders als Algizid, Fungizid und Desinfektionsmittel im Holzschutz bei der Lederkonservierung, im Kühlwassersektor, in der Papier- und Kosmetikindustrie verwendet. Pentachlorphenol ist eine umweltbelastende und gesundheitsschädliche Chemikalie, die zudem in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut wird. Pentachlorphenol enthält herstellungsbedingt geringe Mengen von Dioxinen und Furanen, die ebenfalls als gefährliche Chemikalien gelten. Daher wurde die Produktion von Pentachlorphenol in der Bundesrepublik Deutschland 1986 eingestellt, nachdem besonders die Holzschutzmittelhersteller Pentachlorphenol seit 1985 aufgrund massiver Proteste nicht mehr verwendeten. Schließlich wurde im Mai 1987 die Verwendung von Pentachlorphenol in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich verboten. Seit 1989 sind Produktion und Vertrieb von pentachlorphenolhaltigen Produkten verboten.
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