Lexikon
Restless-Legs-Syndrom
[ˈrestləslegz-; englisch]
Syndrom der ruhelosen Beine; Wittmaack-Ekbom-Syndrom Abkürzung RLS, häufige neurologische Erkrankung, bei der es meist gegen Abend beim ruhigen Sitzen oder nach dem Zubettgehen zu Missempfindungen in den unteren Beinen, seltener in den Armen kommt. Dies führt zu innerer Unruhe und einem zwanghaften Bewegungsdrang, in der Folge zu Ein- und Durchschlafstörungen und daraus resultierender chronischer Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen. Die Krankheit tritt idiopathisch auf, das heißt aufgrund einer erblichen Veranlagung, oder sie hat eine zugrunde liegende Ursache wie Schwangerschaft, Eisenmangelanämie, rheumatoide Arthritis oder Nierenversagen. Die Therapie erfolgt medikamentös mit L-Dopa oder Dopaminagonisten oder durch Behandlung der Grundkrankheit.
Wissenschaft
Die Entzauberung des Vitruv
Vieles, was wir über römische Baukunst wissen, stammt von Marcus Vitruvius Pollio. Doch nicht alle Theater sind so konstruiert, wie von dem antiken Gelehrten beschrieben, belegen moderne Laserscans. von ROLF HEßBRÜGGE An kaum einem Ort kann man europäische Geschichte so gut begreifen wie im italienischen Volterra: In der rund 2....
Wissenschaft
Helium-Regen und ausgefranster Kern
Das Innere der Riesenplaneten im Sonnensystem ist äußerst exotisch, wie Daten von Raumsonden und Laborexperimenten zeigen. von THOMAS BÜHRKE Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind die Riesen im äußeren Sonnensystem. Diese Gasplaneten besitzen 99,5 Prozent der Gesamtmasse aller Planeten. Im Inneren Jupiters fänden mehr als 1300...