Wissensbibliothek
Welche Mengen kann der Dickdarm bearbeiten?
Täglich treten etwa 1500 Milliliter Speisebrei vom Dünndarm in den Dickdarm über. Sobald Nahrung in den Magen gelangt, löst ein Reflex im Krummdarm peristaltische Darmbewegungen aus, die den Speisebrei durch die nur in eine Richtung durchgängige Ileozäkalklappe in den Blinddarm schieben. Die Kontraktion der Dickdarmwand erfolgt langsam und träge und verursacht eine mahlende Bewegung, ähnlich der Segmentation im Dünndarm. Durch diese langsamen Kontraktionen wird das unverdauliche Material gemischt und dabei durch den Dickdarm geschoben. Während sich die Reste des Speisebreis langsam vorwärts bewegen, werden Wasser und Salze, hauptsächlich Natrium, Kalium und Chlor, durch die Dickdarmwand ins Blut rückresorbiert. Die Dickdarmpassage nimmt zwischen zwölf Stunden und mehreren Tagen in Anspruch; sie variiert je nach der Art und dem Ballaststoffgehalt der ursprünglich verzehrten Nahrung und hängt auch von der individuellen Darmfunktion des Einzelnen ab.
„Urpferd“ war gar kein Pferd
Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...
Auf Beutezug im hohen Norden
Die steigenden Temperaturen und das Schwinden des Eises in der Arktis wecken Begehrlichkeiten. Denn die Region ist reich an Rohstoffen. Und sie bietet Raum für neue Handelsrouten. von RALF BUTSCHER Als am 2. August 2007 drei russische Wissenschaftler an Bord des Tauchboots „Mir-1“ den Nordpol erreichten, setzten sie dort umgehend...