Lexikon

Schaltalgebra

Anwendung des Formalismus von logischen Verknüpfungen (Boole’sche Algebra) auf Schaltelemente. So kann z. B. ein elektronischer Schalter zwei Zustände annehmen; er ist entweder Strom führend oder stromlos. Diesen Vorgängen entsprechen in der zweiwertigen Logik die Aussagen „ja“ und „nein“. Die UND-Schaltung (Verknüpfung „A und B“) wird durch zwei hintereinander in einer Leitung liegende Schalter A und B dargestellt; ein Strom fließt nur, wenn A und B geschlossen sind. Die ODER-Schaltung (Verknüpfung „A oder B“) wird durch zwei parallel liegende Schalter A und B verwirklicht; ein Strom fließt, wenn A oder B geschlossen ist. Die NICHT-Schaltung (Negation von A) wird durch Öffnen eines Schalters A realisiert (kein Strom). Mit Hilfe der Schaltalgebra lassen sich komplizierte Schaltanordnungen (z. B. in der Datenverarbeitungstechnik) durchrechnen.

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