Daten der Weltgeschichte

16. 2. 1999

Deutschland

Nach Verhandlungen von Kanzleramtsminister Bodo Hombach in New York mit der amerikanischen Regierung und den Vertretern von jüdischen Organisationen und Anwälten von Sammelklagen stimmen zwölf deutsche Großunternehmen, darunter DaimlerChrysler, VW, die Deutsche Bank und die Allianz Versicherung dem Vorschlag der Bundesregierung zu, einen Entschädigungsfonds für Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg einzurichten, der von einer Stiftung der deutschen Wirtschaft und der Bundesrepublik („Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ getragen werden soll. Im Juni übernimmt der FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff die Verhandlungsführung für die deutsche Seite. Umstritten bleibt zunächst die Höhe der Entschädigungsleistungen, der Kreis der Anspruchsberechtigten und die Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen vor weiteren Forderungen.

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