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Köln: Die SPD in Nordrhein-Westfalen wird von einer Spendenaffäre erschüttert. Der Kölner SPD-Spitzenpolitiker Norbert Rüther kündigt den Rückzug aus allen politischen Ämtern und seinen Austritt aus der Partei an. Es geht um Vorwürfe, Rüther sei in einen Schmiergeldskandal um den Bau einer Müllverbrennungsanlage in Köln verstrickt. Mindestens 174 000 Euro sind nach SPD-Erkenntnissen illegal als Spenden auf die Konten der Partei geflossen. In den folgenden Tagen weitet sich die Affäre aus: Nun geht es um 260 758 Euro (511 000 DM), die Rüther illegal als Barspende erhalten habe. Die Gesamtsumme sei vom früheren SPD-Schatzmeister Manfred Biciste widerrechtlich in kleine Beträge gestückelt und als "Gabe" von 42 SPD-Spendern deklariert worden. Diese hätten dafür steuerabzugsfähige Quittungen erhalten.