Gesundheit A-Z

Leukämie

Blutkrebs
bösartige Wucherung der weißen Stammzellen in Knochenmark, Milz und Lymphknoten mit vermehrter Ausschwemmung unreifer Leukozyten ins Blut und Verdrängung der gesunden Stammzellen aller Zelllinien, also auch der Erythrozyten und der Thrombozyten. In der Folge kommt es zu Blutarmut (Anämie), durch den zunehmenden Mangel an Blutplättchen zu Blutungen und schließlich zu schwer kontrollierbaren Infektionen durch den Mangel an funktionstüchtigen Abwehrzellen. Bei der Einteilung der einzelnen Leukämieformen richtet man sich nach dem Reifegrad der entarteten Zellen, z. B. promyelozytäre oder lymphoblastische Leukämie, und nach dem Verlauf der Erkrankung. Danach bezeichnet man eine Leukämie der granulozytären weißen Vorstufen als myeloische Leukämie und Entartungen von lymphatischen Zellen als lymphatische Leukämie. Dem Verlauf entsprechend wird zusätzlich in akute und chronische Leukämien unterteilt. Im Kindesalter treten vor allem akute Leukämien auf, während die chronischen Formen dem Erwachsenenalter vorbehalten sind. Die Ursache ist unbekannt, man vermutet jedoch, dass z. B. Chemikalien wie Benzol, ionisierende Strahlung (z. B. von Atomkraftwerken) und bestimmte Tumorviren (Onkoviren) den Erkrankungsausbruch begünstigen. Die Therapie richtet sich nach Leukämieform und besteht u. a. aus der Gabe von Zytostatika, Strahlentherapie oder Knochenmarktransplantationen. Folgende Leukämieformen werden unterschieden: 1. Akute lymphatische Leukämie, Abk. ALL, die häufigste Leukämie des Kindesalters. Durch aggressive Zytostatikatherapie in über 80% der Fälle heilbar.2. Akute myeloische Leukämie, Abk. AML, zweithäufigste Leukämie im Kindesalter, kommt aber auch bei Erwachsenen vor. Die Behandlung erfolgt mit einer aggressiven Zytostatika-Mischung. 3. Chronisch lymphatische Leukämie, Abk. CLL, am häufigsten bei älteren Erwachsenen auftretende Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphom. 4. Chronisch myeloische Leukämie, Abk. CML, am häufigsten bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter auftretende Leukämie.
Tanzen
Wissenschaft

Tanzen für die Gesundheit

Ob Paartanz oder Zumba: Tanzen bringt den Kreislauf in Schwung und stimuliert das Gehirn. Warum uns Bewegung zur Musik guttut. von FREDERIK JÖTTEN (Text) und LINUS SCHILLING (Illustrationen) Tanzen liegt in unseren Genen. Schon Babys bewegen sich zu einem ihnen vorgespielten Rhythmus. Und je mehr sie sich bewegen, desto mehr...

Internet
Wissenschaft

Digitale Alternativen

Große Technologiekonzerne prägen das digitale Leben. An ihren Produkten scheint bei der Nutzung von Online-Diensten kein Weg vorbeizuführen. Doch wer will, kann umsteigen und freie Angebote verwenden. Hinter einem besonders vielversprechenden Neuling auf diesem Gebiet steht ein Zusammenschluss europäischer Forschungs- und...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon