Gesundheit A-Z
Hormon
chemischer Botenstoff des endokrinen Systems. Hormone entstehen in endokrinen Drüsen oder speziellen Zellgruppen (z. B. den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse). Sie werden mit dem Blutstrom vom Ort ihrer Bildung zu allen Organen transportiert. Hormone wirken spezifisch durch die Bindung an einen entsprechenden Hormonrezeptor. Die Bindung löst eine Informationsübertragung an das Erfolgsorgan aus. Hormone wirken in zahlreichen Regelkreisen des Körpers mit. Meist wird die Hormonausschüttung durch einen Reiz im Gehirn ausgelöst. Die Hormonausschüttung des Hypothalamus wirkt sich auf die Hormonausschüttung der Hypophyse (Vorder- oder Hinterlappen) aus. Die Hormone der Hypophyse fördern oder unterdrücken die Hormonbildung in den peripheren endokrinen Drüsen. Man teilt die Hormone abhängig von ihrem Bildungsort ein in neurosekretorische (von Nervenzellen wie z. B. dem Hypothalamus abgesonderte) bzw. glanduläre (aus endokrinen Drüsen freigesetzte) Hormone und Gewebshormone. Gewebshormone haben meist nur lokale, d. h. auf den Ort ihrer Freisetzung begrenzte Wirkungen. Nach ihrem chemischen Aufbau werden folgende Hormone unterschieden:
1. Steroidhormone, z. B. Aldosteron, Glucocorticoide und Testosteron. 2. Polypeptidhormone, z. B. die Hormone des Hypothalamus, der Hypophyse und des Pankreas (Insulin und Glucagon). 3. Amine, z. B. die Katecholamine und die Hormone der Schilddrüse. 4. Hormone aus ungesättigten Fettsäuren nennt man Prostaglandine.
Wissenschaft
Unser unzuverlässiges Gedächtnis
Warum wir unseren Erinnerungen zuweilen nicht trauen können, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Polizisten können ein Lied davon singen: Was Augenzeugen eines Unfalls oder Verbrechens im Brustton der Überzeugung behaupten, gesehen zu haben, muss keinesfalls stimmen. Dazu sind unsere Erinnerungen viel zu fehlerhaft und störanfällig....
Wissenschaft
Grundlagen von Depressions-Resistenz auf der Spur
Die Beobachtung von Mitmenschen bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse kann unsere Widerstandsfähigkeit gegen die Entwicklung psychischer Probleme stärken. Diese Form der emotionalen Ansteckung haben Forschende nun auch bei Mäusen nachgewiesen und bereits Einblicke in den zugrundeliegenden Mechanismus gewonnen. Dabei zeigte...

