Lexikon
Mụskel
[der; lat. musculus, „Mäuschen“]
Muskeln
Muskeln
Hunderte von Muskeln sorgen für die Beweglichkeit des menschlichen Körpers
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Muskel: Skelettmuskel
Muskel: Skelettmuskel
Ein Skelettmuskel setzt sich aus Bündeln mehrkerniger Einzelfasern zusammen, die von einer Bindegewebshülle umgeben sind und von Blutgefäßen und Nerven versorgt werden.
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Glatte Muskeln bilden bei den Wirbeltieren die Muskulatur der inneren Organe, wie Darm, Blutgefäße, Harn- und Genitaltrakt (Eingeweidemuskulatur). Sie sind nicht dem Willen unterworfen, sondern werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Sie bestehen meist aus winzigen, einkernigen, spindelförmigen Muskelzellen (0,02–0,5 mm lang), die ihre Erregungssignale auf hormonellem Weg erhalten. Glatte Muskeln ziehen sich verhältnismäßig langsam zusammen, zeichnen sich aber durch einen extrem hohen Verkürzungsgrad und geringe Ermüdbarkeit aus.
Quergestreifte Muskeln bilden vor allem die Skelett- und Herzmuskulatur der Wirbeltiere. Sie erscheinen quergestreift, weil die kontraktilen Proteine Actin und Myosin hier hochgeordnet vorliegen, d. h. zu Bündeln (Myofibrillen) aus sich abwechselnden Actin- und Myosinfilamenten zusammengefasst sind. Sie können sich schneller und kräftiger zusammenziehen als glatte Muskeln. Die Muskelkontraktion kommt dadurch zustande, dass die Actinfilamente unter Energieverbrauch zwischen die Myosinfilamente gleiten und der Muskel sich so verkürzt. Skelettmuskeln bestehen aus vielkernigen, mehrere Zentimeter langen Muskelfasern, die zu Muskelfaserbündeln zusammengefasst und von einer Bindegewebshülle umgeben sind. Sie laufen an den Enden in Sehnenfasern aus, die, zu Sehnenplatten oder -strängen zusammengefasst, an den Knochen ansetzen und die Bewegung übertragen. Ihre Bewegung ist durch Nervenimpulse willkürlich steuerbar. Da Muskeln sich aber nur zusammenziehen und wieder erschlaffen, nicht aber strecken können, besitzen Skelettmuskeln häufig einen Muskel als Gegenspieler (Antagonist), z. B. Bizeps und Trizeps. Die Herzmuskeln sind eine Sonderform der quergestreiften Muskeln. Sie bestehen aus einem Netzwerk einkerniger Einzelzellen, die für Dauerbelastung geeignet sind und unwillkürlich gesteuert werden.
Muskel: Oberarm
Muskel: Oberarm
Muskeln können sich nur aktiv verkürzen oder passiv erschlaffen, d. h., sie ziehen sich zusammen oder dehnen sich. Eine Stoßbewegung ist nicht möglich. Aus diesem Grunde sind an allen Gelenken mindestens zwei als Gegenspieler wirkende Muskeln erforderlich. Im Oberarm bewirkt der Bizeps die Bewegung des Unterarms und heißt entsprechend „Beugerö. Der Trizeps, sein Gegenspieler, streckt den Unterarm und wird daher als „Streckerö bezeichnet.
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Fuß: Muskeln und Sehnen
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