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8. April 2002
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München
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München: Die KirchGruppe des Münchener Medienunternehmers Leo Kirch stellt beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag für ihr Kerngeschäft KirchMedia. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt das Gericht den Anwalt Michael Jaffé. Zum Bereich KirchMedia zählt neben dem Filmrechtehandel das Geschäft mit Sportrechten sowie die Filmproduktionsgesellschaft Taurus. Zudem hält KirchMedia 52,5% an dem börsennotierten TV-Konzern ProSiebenSat.1. Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit 5500 Mitarbeiter, in der gesamten KirchGruppe sind es knapp 10 000 Beschäftigte. Die KirchGruppe ist mit über als 6,5 Mrd. Euro verschuldet, u. a. mit mehr als 2 Mrd. Euro bei der halbstaatlichen Bayerischen Landesbank. Bei der Insolvenz von KirchMedia handelt es sich um die größte Firmenpleite in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die TV-Rechte für die Weltmeisterschaften 2002 und 2006 wurden von KirchMedia zuvor auf die in der Schweiz ansässige, von der Insolvenz nicht betroffene KirchSport übertragen.
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