Lexikon

Telomerse

Enzym im Zellkern, das eine Schutzfunktion für die Endabschnitte der Chromosomen, die Telomere, hat. Normalerweise geht bei jeder Zellteilung ein Stück der Telomere verloren. Unterschreiten diese eine Mindestgröße, findet keine weitere Zellteilung statt. Die Zelle geht in die Ruhephase über bzw. stirbt ab. Telomerase verhindert die Verkürzung der Telomere bei der Zellteilung, indem sie diese immer wieder verlängert, so dass weitere Zellteilungen stattfinden können. Telomerase-Aktivität ist in Keimzellen ständig vorhanden, während sie in Körperzellen mit zunehmendem Alter erlischt. Aber auch Krebszellen weisen eine hohe Aktivität der Telomerase auf. Daher beschäftigen sich Forschungen zu Alterungsvorgängen und zur Krebsbehandlung mit dem Enzym.
Symbolbild: Nahaufnahme einer menschlichen Nase
Wissenschaft

Wann empfinden wir Gerüche als Gestank?

Fisch, faule Eier, Mundgeruch, Schweiß, Desinfektionsmittel, ätherische Öle – die Liste der ekligen und unangenehmen Gerüche ist lang und zugleich höchst individuell. Aber wie genau fällen wir unser Urteil darüber, ob wir einen Geruch als angenehm oder stinkend empfinden? Wie unser Gehirn zwischen Duft und Gestank entscheidet,...

Illustration der tiefen Hirnstimulation des lateralen Hypothalamus, wie sie in der Studie eingesetzt wurde
Wissenschaft

Gehirnimplantat lässt teilgelähmte Menschen wieder laufen

Verletzungen des Rückenmarks führen oft zu Lähmungen und Gehproblemen. Nun haben Forscher überraschend herausgefunden, dass eine zuvor nicht mit Bewegungen assoziierte Gehirnregion an der Genesung beteiligt ist: der laterale Hypothalamus. Versuche mit Mäusen, Ratten und Menschen zeigten, dass der laterale Hypothalamus den...

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