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Thurgau

Flagge von Thurgau
Schweiz: Kantone
Schweiz: Kantone
schweizerischer Kanton südlich des Bodensees, 991 km2, 228 000 Einwohner, Hauptstadt Frauenfeld; ein von der Thur und ihrem Nebenfluss Murg durchflossenes fruchtbares Hügelland, im Süden über 1100 m hoch; Acker-, Obst- und Weinbau sowie Viehwirtschaft; vielseitige Industrie. Ursprünglich dominierte die Stickerei; heute sind neben Baumwoll- und Wollverarbeitung vor allem Maschinen- und Fahrzeugbau, Metall- und Holzverarbeitung und Nahrungsmittelindustrie zu nennen. Fremdenverkehr vor allem am Bodensee.

Geschichte

Im 10./11. Jahrhundert bildete der Thurgau innerhalb des Herzogtums Schwaben eine Landgrafschaft. Diese hatten nacheinander die Zähringer, Kyburger und ab 1264 die Habsburger inne. Der Eroberung durch die Eidgenossen 1460 und der Umwandlung in eine Gemeine Herrschaft der acht alten Orte war ein allmählicher Zerfall der österreichischen Herrschaft vorausgegangen. 1798 erklärten die regierenden eidgenössischen Orte den Thurgau für unabhängig. Die Helvetik brachte eine bis ins ausgehende 20. Jahrhundert wirksame Neuordnung der Gemeinde- u. Bezirksverwaltung. Die Mediationsakte 1803 legte den Grundstein für den neuen schweizerischen Kanton Thurgau. Die Verfassungen von 1831 und 1869 vermehrten die politischen Rechte der Bevölkerung.
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