Lexikon
Urwahl
beim mittelbaren (indirekten) Wahlrecht die von dem größten Kreis der Wahlberechtigten, den Urwählern, vorgenommene Wahl von „Wahlmännern“ bzw. eines nächstkleineren Kreises von Mittelspersonen; angewandt in Wahlsystemen, die keine direkte Wahl kennen; auch für Listenwahl, bei der den Wählern bei der Stimmabgabe die Kandidaten nicht bekannt sind, weil sie z. B. erst später durch einen Dritten (Mittelsperson) benannt werden; in den Medien auch eine Bezeichnung für die Möglichkeit in Organisationen, z. B. einer Partei, bestimmte Beschlüsse durch einen Mitgliederentscheid fassen, ändern oder aufheben zu können; so lässt es § 13 des Organisationsstatutes der SPD (Stand: 26. 10. 2007) zu, dass Kanzlerkandidat oder Kanzlerkandidatin der SPD durch Mitgliederentscheid bestimmt werden können; Voraussetzungen für einen Mitgliederentscheid sind: ein Mitgliederbegehren, das von 10% der Mitglieder unterstützt wird oder das der Parteitag mit einfacher Mehrheit oder der Parteivorstand mit Dreiviertelmehrheit beschließt, oder wenn es mindestens zwei Fünftel der Bezirksvorstände beantragen.
Wissenschaft
Doppelte Diskriminierung schadet mehr als doppelt
Unsere sozialen Beziehungen beeinflussen unsere Karriereaussichten, unsere Zufriedenheit und unsere Gesundheit. Doch dieses „soziale Kapital“ ist ungleich verteilt: Wir neigen dazu, uns mit Menschen zu umgeben, die uns ähnlich sind. Menschen, die beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft oder ihres sozioökonomischen Status einer...
Wissenschaft
Der Ursprung der Ozeane
Himmelsstein: Am 9. Juni 1952 schlug ein 107 Kilogramm schwerer Steinbrocken aus dem All in der kanadischen Provinz Alberta in einem Weizenfeld bei dem Weiler Abee ein. Es ist der größte bekannte Enstatit-Chondrit. Diese seltene Art von Steinmeteoriten wurde nach dem darin nachweisbaren Mineral Enstatit benannt, einem...