Lexikon
Wirbelschichtverfahren
ein chemisch-technisches Verbrennungsverfahren, z. B. zum Vergasen von festen Brennstoffen (Braunkohle). Von unten eingeblasenes Vergasungsmittel trägt den in der Korngröße 1–8 mm zugeführten Brennstoff nach oben, bis sich Brennstoffgewicht und Vergasungsmitteldruck im Gleichgewicht befinden. Zurückfallender Brennstoff wird immer wieder hoch gewirbelt bis zur vollständigen Verbrennung. In Kohlekraftwerken kann das entstehende Rauchgas direkt bei der Verbrennung in einem Wirbelschichtkessel entschwefelt werden. Die Wirbelschicht besteht aus einer Mischung von Asche und Kalk, in die Kohlestaub mit Luft eingeblasen wird. Der Kalk bindet den Schwefel. Nach dem Wirbelschichtverfahren können auch sulfidische Erze geröstet und oxidische Erze reduziert werden.
Wissenschaft
Nervenzellen unserer Haut sind vielseitiger als gedacht
Mindestens 16 verschiedene Typen an Nervenzellen kommen in unserer Haut vor. Zusammen bilden sie den menschlichen Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn. Doch entgegen der bisherigen Annahme ist nicht ein spezialisierter Zelltyp für Schmerz und ein anderer für Berührungen, Kälte oder Hitze verantwortlich – vielmehr reagieren die...
Wissenschaft
Tomaten unter Glas
In den Niederlanden hat der Anbau im Gewächshaus ein Höchstmaß an Effizienz erreicht. Nun ist die Branche bestrebt, ihre Produktion auch umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. von KURT DE SWAAF Kim Oosterom mag diesen Ausblick: am Horizont die Hochhäuser von Rotterdam, davor die Polderlandschaft um Oude Leede und über...