Wahrig Herkunftswörterbuch

Obolus
Eine kleine Münze ist mit dem Obolus gemeint, den wir heute noch gern in der Redewendung seinen Obolus entrichten „geschuldetes Geld zahlen, etwas spenden“ zitieren. Die Münze, um die es hier geht, wurde in der Antike in Griechenland verwendet: ein obolos war die kleinste griechische Münze, der sechste Teil einer Drachme. Ins Deutsche gelangte das Wort, das eigentlich eine dialektale Form von
griech.
obelos ist und ursprünglich so viel wie „Spieß“ bedeutete, im 18. Jahrhundert über die gleichbedeutende
lat.
Form obulus. Grundlage der Wendung ist das angeblich von Prodikos von Phokis verfasste Eposfragment Minyas aus dem 7. bzw. 6. Jahrhundert vor Christus. Dort heißt es, der Fährmann Charon bringe die Toten für den kargen Lohn eines ihnen in den Mund gelegten Obolus über den Fluss Acheron in die Unterwelt. Die Toten sind längst an ihrem Ziel angekommen und vergessen, doch die unscheinbare Münze ist durch die Redensart unsterblich geworden.
Anwendungen, Gehirn, Informationen
Wissenschaft

Rechnen wie das Gehirn

Mit klassischen Computern fällt es immer schwerer, den Hunger der Menschheit nach Rechenleistung zu stillen. Auf der Suche nach Alternativen lassen sich die Forscher auch vom Nervensystem inspirieren. Das Ziel ist es, biologische Konzepte auf die technische Informationsverarbeitung zu übertragen. von THOMAS BRANDSTETTER Auch wenn...

Wissenschaft

Seide aus dem Labor

Die Modebranche trägt Mitverantwortung für den Klimawandel, die Umweltverschmutzung und Tierquälerei. Nun revolutionieren Bio-Ingenieure den Kleiderschrank. von ROMAN GOERGEN Der US-Amerikaner Dan Widmaier nennt sich selbst gern einen „Nerd“ oder „Geek“. Diese Worte sind nur schwer mit einem einzigen Begriff ins Deutsche zu...

Weitere Artikel aus dem Kalender

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon