Wahrig Herkunftswörterbuch

Hahnrei

betrogener Ehemann, urspr.: Ehemann, der seinen ehelichen Pflichten nicht nachkommt oder nachkommen kann
aus
mnddt.
hanerei, hanerey,
frühnhd.
hanreh in ders. Bed.; der erste Wortteil ist eindeutig „Hahn“, der zweite ist nicht geklärt. Es war früher Sitte, dem verschnittenen Hahn, um ihn kenntlich zu machen, die abgeschnittenen Sporen in den Kamm einzusetzen, wo sie anwuchsen und wie Hörner aussahen; daher die Redewendung „seinem Ehemann Hörner aufsetzen“. Diese Sitte hat sich vielleicht in dem zweiten Wortteil niedergeschlagen; meist wird rei auf
lüneburg.
Räi „Reh“ zurückgeführt, wegen der zwei Hörner im Kamm des verschnittenen Hahns; eine andere Deutung zieht
ostfries.
run (
mndrl.
ruun, ruyne) „kastriertes Pferd“ heran, dazu
ostfries.
runje „kastrieren“; möglicherweise wurde run dann auch für „verschnittenes Tier“ schlechthin gebraucht und mit Hahn zu Hahnrun zusammengesetzt, woraus sich dann Hahnrei, Hahnreh usw. entwickelte
hossenfelder_02.jpg
Wissenschaft

Moleküle als Speicher für Solarenergie?

Solarenergie ist großartig. Wenn wir es darauf anlegen würden, könnten wir mit ihr den gesamten Energiebedarf der Menschheit decken. Denn global betrachtet schickt die Sonne pro Jahr etwa 7.000– bis 8.000-mal mehr Energie zur Erde, als die gesamte Menschheit im selben Zeitraum verbraucht. Ihr Potenzial für die Energiewende ist...

Wissenschaft

Mehr als Bikinimedizin

Die geschlechtsspezifische Medizin erforscht den Einfluss von Hormonen und Geschlechtschromosomen, aber auch von Geschlechterrollen und Stereotypen auf Gesundheit und Krankheit. von RUTH EISENREICH (Text) und RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS (Illustrationen) Einen Herzinfarkt erkennt man an Schmerzen in der Brust, die in den rechten...

Weitere Artikel aus dem Kalender

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon