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Nahrungsergänzungsmittel: Teure Vitamine naschen

Rotweintabletten, Artischockendragees und Apfelessigkapseln: Im Zuge des Wellness-Booms sind Functional Food und Nahrungsergänzungsmittel (NEM) groß im Kommen. Sie versprechen das Wohlfühl-Plus aus der Tube oder Pillendose. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zweifelt die gesundheitsfördernde Wirkung von Obst- und Gemüseextrakten als Nahrungsergänzungsmittel an.

Nahrungsergänzung in Tablettenform

Viele Nahrungsergänzungsmittel werden in Tablettenform angeboten.

Konzentrierte Gesundheit

Vorbei ist die Zeit von Knoblauchpillen, Ginsengdragees und Lebertran. Seit Ende der 90er Jahre drängen immer vielfältigere Produkte auf den Markt: Sie enthalten nicht nur Mineralstoffe und Vitamine, sondern darüber hinaus auch Vitaminoide, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe wie beispielsweise Lycopin, Polyphenole oder Phytosterine. Kieselerde und Bierhefe sollen der Gesundheit ebenso gut tun wie Haifischknorpel. Auch probiotische Bakterien und Mikroalgen wie Chlorella oder Spirulina sind im Angebot. Und neben Proteinen und Peptiden wie beispielweise Gelatine gibt es auch Kohlenhydrate in Tablettenform.

Das Gesundheitsbusiness treibt dabei mitunter bunte Blüten: So preisen Vertreiber über Internet chlorophyllhaltiges Weizen- und Gerstengras an. Was Pflanzen so frisch grün macht, kann ja auch dem Menschen nicht schaden. Das Protein enthält zwar keinen synthetisierten Sonnenschein, sondern lediglich Magnesium - es soll aber auf Grund der nahen molekularen Verwandtschaft zu Hämoglobin Blut bildende Wirkung haben.

 

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Claudia Haese
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