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Geologie

Disziplinen der Geowissenschaften unter der Lupe

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Geologie - an was denkt man bei diesem Begriff? Klar, an Erde, Steine, Steine kloppen, Mineralien, Vulkane oder Erdbeben! Hört sich alles spannend an und ist es auch. Und die Wissenschaftler, die sich mit der Geologie befassen, sind die Geologen. Das Wort wurde übrigens aus den griechischen Wörtern „ge“ für Erde und „logos“ für Wissenschaft zusammengesetzt. Geologie ist also genau übersetzt die Wissenschaft von der Erde.

Ein Geologe oder eine Geologin interessiert sich für die Gesteine, ihr Alter, ihre Lagerung, ihre chemische Zusammensetzung und für ihre Abfolge und Verbreitung in der Landschaft. Zudem schauen sich Geologen und Geologinnen die Gesteine ganz genau an um zu überprüfen, ob sie beispielsweise durch Bewegungen der Erdkruste verändert wurden. Man denke z. B. an Falten im Gestein. Sie sagen dem Geologen, dass einst ein hoher Druck auf die Gesteine gewirkt haben muss, um sie wie ein Tischtuch zusammen zuschieben und zu falten. Und sie sagen ihm, dass die Erdkruste in Bewegung ist. Durch den Vergleich der Gesteine auf den verschiedenen Kontinenten können die Geologen feststellen, welche Gesteine zusammengehören und von wo nach wo sie sich bewegt haben. Somit versucht die Geologie, ein Bild von der Geschichte der Erde zu entwerfen.

Die Geschichte unserer Erde ist aber auch zugleich die Geschichte des Lebens, denn viele Gesteine bestehen aus ehemaligen Lebewesen. Vor Millionen von Jahren bauten Korallen einst riesige Korallenriffe auf, die heute als steile Felswände in den Alpen aufragen und große Wälder wurden im Laufe von Millionen Jahren zu Kohle. Viele Gesteine enthalten Fossilien. Aus den Eigenschaften der Gesteine in denen sie vorkommen können Geologen vieles über die Lebensbedingungen der versteinerten Tiere und Pflanzen erfahren.

Geologen sind richtige Detektive. Sie müssen oft mit kriminalistischem Scharfsinn an die Arbeit gehen, denn die einzigen Zeugen für die wechselvolle Geschichte der Erde sind die Gesteine. Moderne Geologen untersuchen natürlich nicht nur die Steine an der Erdoberfläche, sondern auch die unzugänglichen Teile der Erde. Erdbebenwellen, die den ganzen Globus „wackeln“ lassen, helfen ihnen beispielsweise dabei, den Aufbau des Erdinnern zu ergründen.

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