Lexikon

Zukunftsforschung

Futurologie
Sammelbezeichnung für Bemühungen, mit wissenschaftlichen Methoden Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten vorauszusagen. Der Begriff Futurologie wurde 1943 von O. Flechtheim geprägt, der als Aufgabe der Wissenschaft die Zukunftsvoraussage, -gestaltung und -kritik sah. Mit Zukunftsforschung beschäftigte sich in der Bundesrepublik Deutschland als einer der Ersten R. Jungk. Bekannt wurde auch der US-amerikanische Zukunftsforscher H. Kahn.
Eine der wichtigsten Methoden der Zukunftsforschung ist die Extrapolation, bei der Beobachtungsreihen der Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft hinein verlängert werden. So wird z. B. das zukünftige Wachstum der Weltbevölkerung berechnet. Außerdem werden Analogien zu historischen Ereignissen der Vergangenheit gebildet. Die zunehmende Rechenkapazität der Computer hat es ermöglicht, Modellsituationen zu erzeugen, die auch in komplexen Systemen sehr viele Einflüsse berücksichtigen können.
Die Hoffnung aus der Anfangszeit der Zukunftsforschung, Langzeitprognosen stellen zu können, hat sich nicht erfüllt. Heute wird Zukunftsforschung international vom Club of Rome betrieben. Eine große US-amerikanische Zukunftsforschungsorganisation ist die Rand Corporation. In der Bundesrepublik Deutschland beschäftigen sich die Gesellschaft für Zukunftsfragen e.V. in Berlin und das Institut für Zukunfts- und Friedensforschung GmbH mit der Zukunftsforschung.
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