Lexikon
Ạgrostädte
planmäßig errichtete Siedlungen städtischen Charakters für Landarbeiter, mit je nach Größe mehr oder weniger ausgeprägten Markt- und Zentralfunktionen. Beispiele für Agrostädte sind aus dem französischsprachigen Schwarzafrika bekannt (Agrovilles), aus Sizilien, aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion als Wohnsiedlungen für Kolchos- und Sowchosarbeiter (als Agrogorod ). 1951 wurden Agrostädte besonders von N. Chruschtschow als ein Endstadium der Kollektivierung propagiert. – Im Unterschied zu den Agrostädten haben Landstädte echte städtische Zentralfunktionen für ein bestimmtes Umland mit ländlichen Siedlungen.
Wissenschaft
Pflanzen können bis sechs zählen
Je nachdem wie nass oder trocken es ist, passen Pflanzen ihren Wasserverbrauch an, indem sie über ihre Poren auf den Blättern mehr oder weniger Wasser verdunsten lassen. Bestimmte Umweltreize zeigen ihnen Wassermangel an, woraufhin die Pflanzen ihre Poren schließen. Dabei zählen und verrechnen sie aufeinanderfolgende Umweltreize...
Wissenschaft
Die Müllabfuhr im Kopf
Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...