Lexikon
Blockpartei
eine Partei, die mit anderen Parteien in einem festen Verbund zusammengeschlossen ist. In der DDR bestand seit 1949 der Demokratische Block der Parteien und Massenorganisationen. Ihm gehörten an: die Sozialistische Einheitspartei (SED), die Christlich-Demokratische Union (CDU), die Liberaldemokratische Partei (LDPD), die Demokratische Bauernpartei (DBD), die National-Demokratische Partei (NDPD) sowie 5 „Massenorganisationen“ (Gewerkschaftsbund, Organisation für Jugend, Frauen, Kulturschaffende und Bauern). Der Block bekannte sich zur Führungsrolle der SED und war praktisch ein ausführendes Organ der SED-Politik. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurden CDU, LDP, DBD und NDPD (nicht aber die SED) „Blockparteien“ genannt; die offizielle Bezeichnung war „befreundete Parteien“. Die dem Block angehörenden Parteien und Organisationen gehörten den parlamentarischen Organen an; für die Wahlen wurden Einheitslisten mit festgelegter Mandatsverteilung aufgestellt. Nach dem politischen Umsturz in der DDR löste sich der Block im Dezember 1989 auf.
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