Lexikon
Elektrọnenstrahlverfahren
Verfahren der Werkstoffbearbeitung (Schweißen, Bohren, Fräsen). Hierbei wird ein Elektronenstrahl mit magnetischen Linsen stark gebündelt und durch hohe Spannungen beschleunigt. Beim Aufprall auf das Werkstück setzt sich die gesamte kinetische Energie der Elektronen in Wärme um, was zu einer starken, aber örtlich sehr begrenzten Erhitzung des Materials führt. Die extrem hohen Energiedichten (bis 1 Mio. kW/cm2) auf kleinstem Wirkquerschnitt (bis 0,00001 mm2) zeichnen zusammen mit der praktisch trägheitslosen Steuerbarkeit des Elektronenstrahls das Elektronenstrahlverfahren besonders für die Anwendung in der Mikrotechnik aus. Anwendungsbeispiele: Bohren von feinsten Löchern in Spinndüsen oder Diamanten, Formschneiden von Kleinstbauteilen, stumpfes Kantschweißen von Blechen.
Wissenschaft
Gefangen im Netzwerk
Wie sieht das klassische Bild eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin aus? Sicherlich kommt vielen sofort das Klischee des brillanten, zuweilen auch nerdigen Einzelgängers in den Sinn. Man denke zum Beispiel an den „Erbsenzähler“ Gregor Mendel, die „Mutter der springenden Gene“ Barbara McClintock oder auch den PCR-...
Wissenschaft
Von Helden und Räubern
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