Lexikon
Epịrus
Epeirosgebirgige Landschaft und griechische Region an der griechisch-albanischen Grenze; niederschlagsreich; Hauptort Jannina; meist Schafzucht, in den Flusstälern und Karstbecken Wein-, Tabak-, Weizen- und Maisanbau; Bewohner: Albaner, Griechen und Aromunen; verkehrsmäßig schlecht erschlossen.
Geschichte
Die epirotischen Stämme des Altertums waren nach Sprache und Kultur mit den Makedonen und den Illyriern verwandt. Sie gerieten früh unter griechischen Einfluss. Unter Führung der Molosser schlossen sie sich am Ende des 5. vorchristlichen Jahrhunderts Athen, später Philipp II. von Makedonien an. Eine eigenständige Entwicklung erfuhr Epirus unter dem König der Molosser, Pyrrhos (306–302, 297–272 v. Chr.), der Hegemon des epirotischen Bundes (Hauptstadt Ambrakia) wurde. 146 v. Chr. wurde Epirus römische Provinz. Bei der Neuordnung des Reiches unter Diocletian wurde Süd-Illyrien (Hauptstadt Dyrrhachium) als Epirus Nova (Neu-Epirus) ausgegliedert. Alt-Epirus wurde als Provinz des byzantinischen Reiches nach dem lateinischen Kreuzzug 1204–1230 Zentrum eines westgriechischen Reiches unter den Angeloi (sog. Despotat Epiros). Das epirotische Territorium wurde seither mehrfach unter den starken Nachbarn aufgeteilt und während der Türkenzeit unter Ali Pascha an der Wende zum 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen Herrschaftsbereich ausgebaut. Im 19./20. Jahrhundert war Epirus Streitobjekt zwischen Albanern und Griechen, die 1834, 1881 u. 1912/13 den Hauptteil gewannen.
Wissenschaft
Blitzschnell aufgeladen
Durch eine neue Materialklasse lässt sich das Nachladen von Akkus enorm beschleunigen. von DIRK EIDEMÜLLER Jeder kennt das Problem: Der Handy-Akku ist leer und man hat kaum noch Zeit, bevor man aus dem Haus muss. Doch das könnte in ein paar Jahren schon Geschichte sein: Eine neue Technik verspricht, den Akku minutenschnell mit...
Wissenschaft
Wal-Verwandtschaften im Südpolarmeer
Im nahrungsreichen Süden leben etwa 25.000 Orcas, zugehörig zu vier Orca-Ökotypen. Aufgrund ihrer Unterschiede „durch Kultur“ sind die Grenzen zu (Unter-)Arten schwer zu ziehen. von BETTINA WURCHE Schwertwale sind intelligente und soziale Tiere, kooperative Jäger und die größten Raubtiere des Ozeans. Im Südpolarmeer lassen sich...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus den Daten der Weltgeschichte
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Fernsehen im Kopf
Auf zu neuen Ufern
Anders, als man denkt
Rauchfrei durchs Leben
Die größten Strukturen im Weltraum
Klimafreudliche Trunkenheit