Lexikon
Farbensinn
die bei Wirbeltieren, Kopf- und Gliederfüßern entwickelte Fähigkeit, elektromagnetische Wellen verschiedener Längen als Licht und Farbe wahrzunehmen. „Farbe“ ist eine durch das Zentralnervensystem hervorgebrachte Empfindung. Bei Säugetieren löst der Wellenbereich von etwa 400–800 nm Farbempfindungen aus (rot, gelb, grün, blau, violett). Bei der Biene z. B. ist der Bereich ins Ultraviolett („Bienenviolett“) verschoben; Rot sieht sie nicht. Nach der Duplizitätstheorie gibt es zwei Arten von Sinneszellen in der Netzhaut: Stäbchen und Zapfen, von denen die Zapfen dem Farbensehen dienen. Im Aufbau des Auges treten bei Primaten und Menschen drei verschiedene Zapfentypen in den Sehzellen auf; die Absorptionsmaxima dieser Typen liegen in dem Wellenbereich von Blau, Gelb und Grün (Dreikomponententheorie von T. Young und H. L. F. von Helmholtz). Bei Tieren mit reiner Stäbchenretina (wie Katze und Fledermaus) gibt es wahrscheinlich keinen Farbensinn.
Wissenschaft
3D-Laserdruck mit Algen-Tinte
Winzlinge mit großem Potenzial für die Technik: Forschende haben aus mikroskopischen Algen „Tinte“ für den 3D-Laserdruck hergestellt und damit komplexe Mikrostrukturen gefertigt. Dabei konnten sie die natürliche Reaktionsfähigkeit der Algen-Substanzen auf Licht nutzen. Tests bestätigten, dass die 3D-Gebilde aus dem...
Wissenschaft
Antimaterie auf der Straße
Erstmals gelang ein Transport von Antimaterie im Lastkraftwagen. Für die Forschung tun sich damit ganz neue Wege auf. von DIRK EIDEMÜLLER In der Science Fiction ist Antimaterie beliebt, zum Beispiel als immense Energiequelle für Raumschiffe. Die gigantische Energiedichte solch fantastischer Antimaterie-Speicher beschreibt Albert...