Lexikon
Farbensinn
die bei Wirbeltieren, Kopf- und Gliederfüßern entwickelte Fähigkeit, elektromagnetische Wellen verschiedener Längen als Licht und Farbe wahrzunehmen. „Farbe“ ist eine durch das Zentralnervensystem hervorgebrachte Empfindung. Bei Säugetieren löst der Wellenbereich von etwa 400–800 nm Farbempfindungen aus (rot, gelb, grün, blau, violett). Bei der Biene z. B. ist der Bereich ins Ultraviolett („Bienenviolett“) verschoben; Rot sieht sie nicht. Nach der Duplizitätstheorie gibt es zwei Arten von Sinneszellen in der Netzhaut: Stäbchen und Zapfen, von denen die Zapfen dem Farbensehen dienen. Im Aufbau des Auges treten bei Primaten und Menschen drei verschiedene Zapfentypen in den Sehzellen auf; die Absorptionsmaxima dieser Typen liegen in dem Wellenbereich von Blau, Gelb und Grün (Dreikomponententheorie von T. Young und H. L. F. von Helmholtz). Bei Tieren mit reiner Stäbchenretina (wie Katze und Fledermaus) gibt es wahrscheinlich keinen Farbensinn.
Wissenschaft
Depression: Frühe Behandlung kann Schlimmeres verhindern
Wer an einer Depression erkrankt ist, hat häufig einen langen, anstrengenden Weg zurück in die Gesundheit vor sich. Bisher finden Diagnose und Therapie zudem oft erst bei eindeutigen, schwereren Symptomen statt. Doch was wäre, wenn sich Depressionen schon weit früher „im Keim ersticken“ ließen? Eine Metastudie hat nun ergeben,...
Wissenschaft
»Es ist unklar, ob sich die Automatisierung rechnet«
Wie gut fügen sich unbemannte, ferngesteuerte oder autonom fahrende Binnenschiffe in die Transport- und Hafenlogistik ein? Cyril Alias erläutert die Hürden. Das Gespräch führte TIM SCHRÖDER Herr Alias, unbemannte Schiffe scheinen die perfekte Lösung zu sein, um dem Personalmangel in der Binnenschifffahrt zu begegnen. Ist das die...