Lexikon
Farbensinn
die bei Wirbeltieren, Kopf- und Gliederfüßern entwickelte Fähigkeit, elektromagnetische Wellen verschiedener Längen als Licht und Farbe wahrzunehmen. „Farbe“ ist eine durch das Zentralnervensystem hervorgebrachte Empfindung. Bei Säugetieren löst der Wellenbereich von etwa 400–800 nm Farbempfindungen aus (rot, gelb, grün, blau, violett). Bei der Biene z. B. ist der Bereich ins Ultraviolett („Bienenviolett“) verschoben; Rot sieht sie nicht. Nach der Duplizitätstheorie gibt es zwei Arten von Sinneszellen in der Netzhaut: Stäbchen und Zapfen, von denen die Zapfen dem Farbensehen dienen. Im Aufbau des Auges treten bei Primaten und Menschen drei verschiedene Zapfentypen in den Sehzellen auf; die Absorptionsmaxima dieser Typen liegen in dem Wellenbereich von Blau, Gelb und Grün (Dreikomponententheorie von T. Young und H. L. F. von Helmholtz). Bei Tieren mit reiner Stäbchenretina (wie Katze und Fledermaus) gibt es wahrscheinlich keinen Farbensinn.
Wissenschaft
Schlafmittel stören die natürliche Reinigung des Gehirns
Wer gut schläft, fühlt sich nicht nur ausgeruht, sondern wacht buchstäblich mit frischem Kopf auf, wie eine neue Studie belegt. Demnach spült ein hormonell betriebener Mechanismus während des Tiefschlafs Abfallstoffe aus dem Gehirn weg, die sich tagsüber abgelagert haben. Diese natürliche “Müllabfuhr” reinigt Nacht für Nacht das...
Wissenschaft
Spurensuche aus der Luft
Luftbildarchäologen halten Ausschau nach verräterischen Merkmalen etwa in Getreidefeldern, um verborgene Baureste aufzuspüren. Dabei profitieren sie von den Effekten des Klimawandels. von ROLF HEßBRÜGGE Wenn Ronald Heynowski auf den Soziussitz der kleinen Ikarus- C42-Propellermaschine klettert, nimmt er neben einer...