Lexikon
Gẹmmula
[die; Plural Gemmulae; lateinisch, „Knöspchen“]
das Dauer- und Vermehrungsstadium der Süßwasserschwämme. Gemmulabildung ist eine Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung bei Schwämmen. Sie tritt nur bei wenigen marinen, dagegen bei allen Süßwasserschwämmen auf. Eine Gemmula ist eine etwa stecknadelkopfgroße Kapsel, die alle für einen Jungschwamm lebenswichtigen Zellen enthält. Die Süßwasserschwämme bilden im Herbst, bevor sie absterben, an verschiedenen Orten ihres Körpers Gemmulae. Den Winter überdauern diese Zellenlager in den verfaulenden Schwammgerüsten, um im Frühjahr am alten Standort oder, von der Wasserströmung verschleppt, am neuen Ort auszukeimen.
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