Lexikon
Graphentheorie
Teilgebiet der Kombinatorik, das sich mit der Charakterisierung von Graphen und der Untersuchung ihrer Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten beschäftigt. Ein Graph besteht aus einer Menge von Punkten, die Knoten oder Ecken genannt werden, und einer Menge von Kanten, die je zwei Knoten miteinander verbinden. Verbindet eine Kante einen Knoten mit sich selbst, heißt sie Schlinge. Graphen werden zur Veranschaulichung von Relationen genutzt: Ist auf einer endlichen Menge M eine Relation definiert, ist jedes Element von M ein Knoten des Graphen; zwei Knoten sind genau dann durch eine Kante verbunden, wenn zwischen den entsprechenden Elementen von M eine Relation besteht. Ein Graph, der nur endlich viele Knoten enthält, heißt endlicher Graph; haben die Kanten einen Richtungssinn, spricht man von einem gerichteten Graph; sind je zwei Knoten durch genau eine Kante verbunden, nennt man den Graph vollständig oder einen Simplex. Ein Weg von einem Knoten zu einem anderen ist eine Folge von Kanten, die die beiden Knoten miteinander verbindet. Gibt es in einem Graphen zwischen zwei beliebigen Ecken immer einen Weg, der sie verbindet, so wird er auch als Netz bezeichnet. In vielen Anwendungsbeispielen stellt die Graphentheorie ein Modell dar, mit dem sich die jeweils betrachteten Probleme abstrakt formalisieren lassen, so werden Methoden der Graphentheorie u. a. bei der Planung von Verkehrsnetzen, in der Netzplantechnik oder auch zur Darstellung und Analyse chemischer Strukturformeln genutzt.
Wissenschaft
Lebende Bauten
Architekten und Ingenieure entwickeln Bauwerke aus lebenden Pflanzen. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet noch etliche weitere Vorteile. von HARTMUT NETZ Kann man ein Gebäude pflanzen? Ja, versichern die Verfechter der Baubotanik. Die Protagonisten dieser noch jungen architektonischen Disziplin errichten Bauwerke...
Wissenschaft
Wie Mathematiker ihre Reputation aufpolieren
Publikationen und Zitierungen entscheiden in der Wissenschaft oft darüber, wer begehrte Stellen oder Fördermittel bekommt und welche Universitäten in Rankings weit oben landen. Doch diese Kennzahlen lassen sich leicht manipulieren: So genannte Raubjournale veröffentlichen Forschungsarbeiten ungeprüft gegen Geld und betrügerische...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Abstoßendes Licht
Zurück zu den Ursprüngen
Klimaneutral mit Zecken
Kampf dem „Hicks“!
Immer weniger wissenschaftlicher Fortschritt?
Das Geheimnis der Gedächtniszellen