Daten der Weltgeschichte

1157

Imperium/Rom

Neue Kaiseridee: Anlässlich eines Konflikts um den Erzbischof Eskil von Lund sprechen päpstliche Gesandte bei Kaiser Friedrich I. Barbarossa vor. Sie sprechen von weiteren „Beneficia“, die der Papst dem Kaiser erweisen wolle und meinen damit übersetzt „Wohltaten“. Der übersetzende Papstgegner Rainald von Dassel deutet „Beneficia“ absichtlich falsch als „Lehen“, woraufhin Friedrich heftig protestiert. Er betont die Gottesunmittelbarkeit seines Kaisertums, wobei er die Krönung durch den Papst nur als Vollzug sieht. Der gewählte deutsche König besitze bereits kaiserliche Rechte. Friedrichs Kaiserverständnis läuft im Begriff vom „Sacrum Imperium“ zusammen, der seine Unabhängigkeit, bzw. Suprematie über das Papsttum verdeutlichen soll. Er handelt selbst auch als geistlicher Herrscher, etwa bei der Heiligsprechung Karls des Großen 1166. Der staufisch-päpstliche Konflikt beginnt, der bis zum Tode Friedrichs II. 1250 immer wieder ausbricht und das Kaisertum entscheidend schwächt.

Planeten, Stern
Wissenschaft

Totgeglaubte leben länger

Wenn sich ein Stern wie die Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht, verschlingt er seine nahen Planeten. Nun haben Astronomen jedoch Trabanten nach diesem Endstadium entdeckt. von THOMAS BÜHRKE In rund 7,5 Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff-Vorrat in ihrem Zentralbereich aufgebraucht. Dann schrumpft der Kern, bis...

Geothermie
Wissenschaft

Wärme aus der Tiefe

Mit der Geothermie ließe sich ein großer Teil der aktuellen Energieprobleme lösen. Doch bislang wird die Wärmequelle im Untergrund kaum genutzt. Was sind die Gründe? von HARTMUT NETZ Die Freude war groß am 27. September 2004, als am Bohrplatz von Unterhaching aus 3346 Meter Tiefe eine 122 Grad Celsius heiße Wasserfontäne in die...

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