Lexikon

Kosạken

[
türkisch, russisch
]
Kasaken
seit dem 15. Jahrhundert militärisch organisierte Bewohner der südlichen und südöstlichen Grenzgebiete Russlands und Polens gegenüber Tataren und Türken, meist Unzufriedene verschiedener Völkerschaften, oft flüchtige Leibeigene. Die Kosaken bildeten im 16. Jahrhundert an Don und Dnjepr weitgehend unabhängige Kosakenreiche mit einem gewählten Hetman. 1654 lösten sich die Kosaken der Ukraine mit ihrem Hetman B. M. Chmielnicki aus der polnischen Oberhoheit und unterstellten sich dem Moskauer Zaren. Sie bildeten später die gefürchtete leichte Reiterei des Zarenheers. Im russischen Bürgerkrieg widersetzten sie sich dem bolschewistischen Regime. Freiwillige Kosakenverbände nahmen im 2. Weltkrieg auf deutscher Seite teil. Nach dem Ende der UdSSR kam es zu einer Neubelebung des Kosakentums.
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