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Sind alle Kastanien essbar?
Nein. Während die Früchte der Rosskastanien ungenießbar sind, liefern die Esskastanien die beliebten Maronen. Früher galten sie als Brot der Armen, das die Ernährung auch dann sicherte, wenn Missernten drohten. Ein Baum liefert bis zu 200 Kilogramm Früchte; 20 bis 24 Kastanienbäume konnten also eine Großfamilie (nebst einigen Ziegen) ernähren. Esskastanien sind reich an Stärke, schmecken jedoch in rohem Zustand mehlig. Gedämpft können sie als Gemüse zubereitet werden, und aus ihrem Mehl lässt sich eine nahrhafte Suppe kochen. Mit ihrem süßlichen Geschmack sind Maronen auch eine delikate Beilage zu Wildgerichten oder Gänsebraten.
Übrigens: Die Esskastanie ist auch ein wertvoller Nutzholzlieferant. Ihr Holz ist sehr haltbar und deshalb auch für den Einsatz im Freien geeignet. Aus Kastanienholz werden z. B. Fassdauben, Weinbergpfähle, Zäune, Parkettböden oder Vertäfelungen gefertigt. Das relativ weiche Holz der Rosskastanien dagegen ist wenig beständig und zieht sich beim Trocknen zusammen. Genutzt wird es etwa als Bauholz oder um daraus Kisten oder Gefäße zu fertigen.
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