Lexikon
Kultụrbund
die „sozialistische Massenorganisation aller kulturell Tätigen und Organisierten“ in der DDR mit 270 000 Mitgliedern; beeinflusste das kulturelle Leben im Sinne der SED, unterhielt Interessengemeinschaften und „Klubs der Intelligenz“; veranstaltete Ausstellungen, Wettbewerbe, Vorträge und gab die Wochenzeitung „Sonntag“ heraus. Der Kulturbund hatte eine eigene Fraktion in der Volkskammer und Abgeordnete in den örtlichen Volksvertretungen. Er wurde 1945 als Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gegründet, 1958 in Deutscher Kulturbund und 1972 in Kulturbund der DDR umbenannt. 1990 wurde der Kulturbund neu gegründet. Er arbeitet auf Länderebene in den Bereichen Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz.
Wissenschaft
Spurensuche aus der Luft
Luftbildarchäologen halten Ausschau nach verräterischen Merkmalen etwa in Getreidefeldern, um verborgene Baureste aufzuspüren. Dabei profitieren sie von den Effekten des Klimawandels. von ROLF HEßBRÜGGE Wenn Ronald Heynowski auf den Soziussitz der kleinen Ikarus- C42-Propellermaschine klettert, nimmt er neben einer...
Wissenschaft
Spiel(e) des Lebens
Wenn Paris in diesem Sommer im olympischen Goldrausch schwelgt, denkt vermutlich niemand mehr an jene Athleten der Vormoderne, die auf dem Spielfeld getötet und den Göttern geopfert wurden. von ROLF HESSBRÜGGE Das Feld, auf dem über Leben und Tod entschieden wurde, misst rund 135 mal 90 Meter. Unterteilt ist es ähnlich wie der...