Lexikon
Kuppelgrabkulturen
prähistor. Kulturgruppen des 3. Jahrtausends v. Chr., die die Kupferzeit der Iberischen Halbinsel charakterisieren. Typisch sind Befestigungen mit mehreren Mauerzügen, teils ringförmig, teils als Abschnittsmauern. Im S Portugals wurden auch Freilandsiedlungen mit ähnlicher Keramik gefunden. Benannt werden die Gruppen nach der Bestattungssitte im Kuppelgrab (Tholos) oder Felskuppelgrab als Kollektivbestattung. Kuppeln mit „falschem Gewölbe“ wurden auch in den Siedlungen festgestellt. Diese Architektur, eine entwickelte Kupferverarbeitung, Keramik von technisch hoher Qualität u. küstennahe Verbreitung scheinen durch Kulturvergleich auf eine Einwanderung aus dem Ostmittelmeerraum zu deuten, weshalb sie in der Fachliteratur einfach als „Kolonien“ bezeichnet werden. Innerhalb ihrer Kulturentwicklung treten sog. Glockenbecher auf, die einen jüngeren Horizont der K. charakterisieren. Wichtige Fundplätze sind die Siedlungen von Los Millares, Vila Nova de São Pedro u. Zambujal.
Wissenschaft
Das Harte unterliegt
In seiner „Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration“ lässt Bertolt Brecht den Weisen auf einen Zollbeamten treffen, der fragt, worüber sich der Gelehrte Gedanken gemacht und was er dabei herausgefunden hat. Der Knabe, der Laotse begleitet, antwortet mit dem berühmten Satz, „Dass das...
Wissenschaft
Die Direktorin der Dinge
„In der Natur nimmt die Entropie die Rolle des Direktors ein, die Energie aber nur die eines Buchhalters.“ So hat der große Physiker Arnold Sommerfeld einmal die Aufgaben der beiden physikalischen Größen mit den ähnlich klingenden Namen unterschieden. Die Karriere der beiden Begriffe Energie und Entropie begann im 19. Jahrhundert...
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