Lexikon
LS-Kopplung
Russell-Saunders-Kopplungeine Form der Kopplung von Elektronen in der Atomhülle bzw. Nukleonen im Atomkern, bei der sich alle Bahndrehimpulse li⃗ der Einzelteilchen vektoriell zu einem Gesamtbahndrehimpuls L⃗ addieren u. alle Spins si⃗ der Einzelteilchen zu einem Gesamtspin S⃗; L⃗ = Σili⃗ , S⃗ = Σisi⃗. Der Gesamtdrehimpuls J⃗ ergibt sich dann als vektorielle Addition des Gesamtbahndrehimpulses L⃗ u. des Gesamtspins S⃗; J⃗ = L⃗ + S⃗. Die L. kommt genau dann vor, wenn die Spin-Bahn-Kopplung der Einzelteilchen klein gegenüber der Wechselwirkung zwischen allen Bahndrehimpulsen bzw. Spinmomenten untereinander ist. Auch jj-Kopplung.
Wissenschaft
Gehirn aus der Petrischale
In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...
Wissenschaft
Magnonen, Ionen und künstliche Synapsen
Wenn zum Rechnen nicht mehr Elektronen durch Chips fließen, sondern Materialien selbst die nötigen Aufgaben bewältigen, führt der Weg zum neuromorphen Computer. von KAI DÜRFELD Ionen wandern durch winzige Käfige, bleiben hängen, lösen sich wieder und hinterlassen Spuren. Auf diese Weise entsteht Gedächtnis aus Materie. Das...