Lexikon
Mößbauer-Effẹkt
die rückstoßfreie und in der Frequenz daher nicht verschobene Emission oder Absorption von Spektrallinien der Gammastrahlung durch Atomkerne, die in ein Kristallgitter bei tiefer Temperatur eingebaut sind. Der Betrag der Energiedifferenz E1–E0 zwischen angeregtem und Grundzustand des Kerns wird also nicht voll in Strahlungsenergie, sondern z. T. in Rückstoßenergie des Kerns umgesetzt, folglich ist die Frequenz der Gammastrahlung verschoben gegenüber der Frequenz (E1–E0)/h, die der Energiedifferenz entspricht (h = Planck’sches Wirkungsquantum). Ist der Kern dagegen in ein Kristallgitter eingebaut, so muss nicht der einzelne Kern, sondern es kann der ganze Kristall den Rückstoß aufnehmen; in diesem Fall wird E1–E0 praktisch voll in Strahlungsenergie umgesetzt. Entsprechendes gilt für die Absorption. Die hohe Messgenauigkeit, die bei dieser resonanzartig verlaufenden Absorption (daher auch Kernresonanzabsorption mit eingefrorenem Rückstoß) möglich ist, erlaubt die Benutzung des Mößbauer-Effekts für physikalische Messzwecke. So kann z. B. die für die Relativitätstheorie wichtige Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, die Zeitdilatation und die Geschwindigkeitsabhängigkeit der Masse mit Hilfe des Mößbauer-Effekts mit hoher Genauigkeit nachgewiesen werden.
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