Wissensbibliothek

Geschichte-Kuba

Seit wann regiert Fidel Castro?

Seit 1959 in unterschiedlichen Funktionen. Nach der Verabschiedung einer neuen Verfassung im Februar 1976 wurde Fidel Castro Ruz (* 1926) im Dezember 1976 zum Vorsitzenden des Staatsrats ernannt. Seither vereinigt er in seiner Person das Amt des Staatsoberhaupts und das des Regierungschefs. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa weigerte sich Castro, einen Systemwandel zu vollziehen. Dies führte zur außenpolitischen Isolierung der Insel und massiven wirtschaftlichen Problemen.

Mit der Revolution auf Kuba hatten die Rebellen unter der Führung von Castro 1959 dem diktatorischen Batista-Regime ein Ende gesetzt. Das gute Verhältnis zu den USA, die die Revolutionsbewegung Castros unterstützt hatten, änderte sich mit der Enteignung US-amerikanischen Eigentums in Kuba. Präsident Dwight D. Eisenhower verhängte ein Wirtschaftsembargo.

Was war die Invasion an der Schweinebucht?

Eine mit Zustimmung der USA von Exilkubanern im April 1961 durchgeführte Landung an der Südküste Kubas. Drei Tage nach der Invasion in der Schweinebucht scheiterte die Gegenrevolution am erbitterten Widerstand der kubanischen Armee. Castro bekannte sich öffentlich zum Kommunismus und zog zahlreiche technische und militärische Berater aus osteuropäischen Staaten, vornehmlich aus der Sowjetunion, heran.

Worum ging es bei der Kuba-Krise?

Um die Stationierung weitreichender sowjetischer Raketen auf Kuba, 150 km vor der Küste der USA. Der Konflikt, der vom 22 bis zum 27. Oktober 1962 dauerte, brachte die Welt an den Rand einer atomaren Auseinandersetzung. Die harte Haltung von US-Präsident John F. Kennedy (1917–1963) bewog den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikita S. Chruschtschow (1894–1971) nach Tagen dramatischer Spannung und der Zusage von Gegenleistungen (Verzicht auf eine Invasion in Kuba, Abzug US-amerikanischer Mittelstreckenraketen aus der Türkei) schließlich zum Einlenken und zum Abzug der Raketen.

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