Wissensbibliothek
Warum ist die Musik von Schütz noch modern?
Weil er großen Wert auf eine möglichst enge Verbindung von Wort und Ton legt. Rhythmik und Phrasierung der Musik werden in den Dienst des vertonten Textes gestellt und unterstreichen den Anspruch auf eine ganzheitliche Qualität. Wesentlich für das Verständnis der Werke von Heinrich Schütz und besonders der »Exequien« ist sein Bemühen, das Verhältnis von Musik und Sprache rhetorisch zu definieren. Ähnlich wie die Madrigalismen im 16. Jahrhundert soll die Vertonung unmittelbarer und charakteristischer Ausdruck von Wort und Text sein. Die deutsche Sprache mit ihren harten Konsonanten bot dafür ungleich günstigere Voraussetzungen als die vokalorientierten romanischen Sprachen.
Alles im Griff
Die Haptik wirkt in der Virtuellen Realität (VR) künstlich. Forscherteams aus Hamburg und dem Saarland haben nun Algorithmen und Geräte entwickelt, um die menschliche Wahrnehmung auszutricksen – und so das virtuelle Greifen realer wirken zu lassen. von MICHAEL VOGEL Der US-amerikanische Zauberkünstler David Copperfield hat die...
Romantische Welt
Der Dichter Novalis, dem die Menschheit die blaue Blume der Romantik als Symbol einer Sehnsucht nach neuen Erlebnishorizonten verdankt, hat gefordert, man müsse die Welt romantisieren. Novalis hat das dazu nötige Vorgehen in vier Schritte eingeteilt, die man sich wie folgt vorstellen kann: Man müsse erstens etwas Bekanntes auf...