Wahrig Herkunftswörterbuch
Tinte
mhd.
tincte, tinte,ahd.
tincta entstammt demmlat.
Ausdruck tincta (aqua) „gefärbte Flüssigkeit, Tinktur“, der sich aus tincta, dem Part. Perf. fem. zu tingere „befeuchten, eintauchen, färben“ und aqua „Wasser“ zusammensetztTinte: in der Tinte sitzen
Schon früh belegt ist die Redensart in der Tinte sitzen oder stecken, in der die Tinte, ähnlich wie die Wörter Brühe oder Patsche, als dunkle, undurchsichtige und schwer abwaschbare Flüssigkeit eine Metapher für „Schwierigkeiten“ darstellt. Im Jahre 1520 ist bei Geiler von Kaysersberg zu lesen: „Du bist voller sünd ... du steckst mitten in der tincten.“ Dieses Bild wird immer wieder aufgegriffen, am geläufigsten ist heute wohl nach wie vor die Geschichte von den schwarzen Buben aus dem Struwwelpeter: Die bösen Buben, die den Mohren wegen seiner Hautfarbe verspotten, landen zur Strafe dafür in der Tinte und sind noch schwärzer als dieser. Neben dem von dem
mlat.
Ausdruck tincta (aqua) „gefärbte Flüssigkeit, Tinktur“ stammenden Wort Tinte treten aber nicht nur Flüssigkeiten wie Brühe in Wendungen auf, die von jemandem in Schwierigkeiten handeln: Auch festere Substanzen wie Schlamm und Dreck kommen hier vor.
Wissenschaft
Warum Immuntherapien anfälliger für Infektionen machen
Immuntherapien gegen Krebs zielen darauf, das körpereigene Immunsystem gegen die Tumorzellen zu aktivieren. Zu den Nebenwirkungen zählt allerdings neben einem erhöhten Risiko für Autoimmunerkrankungen auch eine gesteigerte Anfälligkeit für Infekte. Ein Forschungsteam hat nun eine mögliche Erklärung für diesen unerwünschten Effekt...
Wissenschaft
Wie Tee sein Aroma erhält
Teepflanzen haben einen charakteristischen Geschmack. Nun haben Forschende das Rätsel gelüftet, wie die dafür verantwortlichen Moleküle in die Teeblätter gelangen. Demnach bilden Teepflanzen aus dem Stickstoff des Bodens verschiedene Aminosäuren, die sie anschließend über ein ausgeklügeltes Transportsystem in ihren Blättern...