Lexikon
Phthalạte
die Ester und Salze der Phthalsäure mit den allgemeinen Formeln C6H4–(COOR)2 oder C6H4–(COOMe)2, wobei R den organischen Rest und Me das Metallion bezeichnet. Phthalsäureester sind meist farblose, schwer wasserlösliche Flüssigkeiten mit hohem Siedepunkt. Besondere Bedeutung besitzen Phthalate als Weichmacher für Kunststoffe, Kunstharze und Gummiprodukte. Weitere Verwendung finden sie in der Kosmetikindustrie, als Lösungsmittel, in Bioziden u. a. Phthalate sind in der gesamten Umwelt verbreitet. Aufgrund ihrer guten Fettlöslichkeit reichern sie sich in der Nahrungskette an, aus Verpackungsmaterialien in Lebensmitteln, aus Dialyseschläuchen und der Verpackung von Blutkonserven im menschlichen Blut. Einigen Phthalaten werden teratogene und kanzerogene (Missbildungen bzw. Krebs erzeugende) Wirkungen zugeschrieben.
Wissenschaft
Nervenzellen unserer Haut sind vielseitiger als gedacht
Mindestens 16 verschiedene Typen an Nervenzellen kommen in unserer Haut vor. Zusammen bilden sie den menschlichen Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn. Doch entgegen der bisherigen Annahme ist nicht ein spezialisierter Zelltyp für Schmerz und ein anderer für Berührungen, Kälte oder Hitze verantwortlich – vielmehr reagieren die...
Wissenschaft
Bombardement aus dem All
Planetologen erforschen die Chronologie des frühen Sonnensystems: Kam es vor vier Milliarden Jahren plötzlich zu einer Flut kosmischer Einschläge – ausgerechnet als sich das erste Leben auf der Erde regte? von THORSTEN DAMBECK Die junge Erde war nicht der Blaue Planet heutiger Tage. Mit ihren dunklen Basaltlandschaften und den...