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LEXIKON

Prostatavergrößerung

[
griechisch
]
Prostatahyperplasie; Prostatahypertrophie; Prostataadenom
gutartige Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) durch Wucherung des um den Anfangsteil der Harnröhre gelegenen Drüsengewebes und Gewebemantels, von der über die Hälfte aller Männer über 60 Jahre betroffen ist. Die Prostatavergrößerung entsteht schleichend im Alter von 4050 Jahren infolge hormoneller Umstellungen, die neben der genannten Wucherung eine Verkümmerung des eigentlichen Prostatagewebes bewirken. Sie führt zunächst zur Behinderung des Harnabflusses aus der Harnblase, später wird die vollständige Blasenentleerung immer schwieriger. Zunehmend bleibt der sog. Restharn in der Blase zurück und es besteht die Gefahr der Infektion, Harnverhalt, Nierenschädigung und Harnvergiftung durch Rückstau des Harns in die Nieren. Eine beginnende Prostatavergrößerung wird medikamentös behandelt, im fortgeschrittenen Stadium wird das wuchernde Prostatagewebe (Prostataadenomektomie), ggf. die gesamte Prostata (Prostataektomie) entfernt.
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