Lexikon
Rashomon – Das Lustwäldchen
- Deutscher Titel: Rashomon – Das Lustwäldchen
- Original-Titel: RASHOMON
- Land: Japan
- Jahr: 1950
- Regie: Akira Kurosawa
- Drehbuch: Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto
- Kamera: Kazuo Miyagawa
- Schauspieler: Toshiro Mifune, Machiko Kyô, Masayuki Mori
- Auszeichnungen: Goldene Palme Filmfestival Venedig 1951 für Film
Akira Kurosawa hinterfragt in »Rashomon – Das Lustwäldchen« hintergründig die verschiedenen Auffassungen von Wahrheit und Wirklichkeit. Sein Film macht ihn mit einem Schlag weltweit bekannt und wird – wie auch andere seiner Werke – zum Vorbild für viele US-Regisseure.
Kurosawa zeigt zwei Gewaltverbrechen aus den Perspektiven der Beteiligten und eines Augenzeugen. Die verschiedenen Versionen eines Mordes und einer Vergewaltigung bringt er in Rückblenden auf die Leinwand, so dass auch der Zuschauer zum Schluss nicht mehr weiß, wer Täter, wer Opfer und was die Wahrheit ist. Durch einen Kunstgriff am Ende führt der Regisseur diese Fragen ad absurdum. Kurosawa verlegt die Handlung ins mittelalterliche Japan. Perfekt durchkomponierte Bilder und eine Erzähltechnik mit kunstvoll montierten Rückblenden geben der Geschichte trotz ihrer Komplexität große Spannung. Mit »Rashomon« wird der japanische Film erstmals einem größeren westlichen Publikum zugänglich, das begeistert reagiert. Kurosawa wird vor allem in den USA und Frankreich als neuer Regiestar gefeiert. Da die Samurai-Figur in vielen seiner Filme große Ähnlichkeit mit dem rechtschaffenen aber einsamen Kämpfer im Western hat, werden seine Werke in den USA vielfach als Vorlagen benutzt. So dreht Martin Ritt 1964 mit »Carrasco, der Schänder« die Western-Version von »Rashomon«.
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