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Wie verlief der Aufstieg Frankreichs unter Ludwig?

Seinen Glanz als »Sonnenkönig« versuchte Ludwig XIV. jedoch nicht nur als »absoluter Monarch« nach innen im Kampf gegen den alten Feudaladel zu begründen, sondern ebenso aus seinem Selbstverständnis als ruhmreicher Kriegsherr. War der Aufstieg der französischen Monarchie zunächst gegen die Vormacht der christlichen Universalmonarchie der Habsburger und des Kaisers des Heiligen Römischen Reichs erfolgt, so bedrohte er seit Mitte des 17. Jahrhunderts die Niederlande und England als Hauptkonkurrenten im Kampf um die Hegemonie im entstehenden, europäisch dominierten Weltsystem.

In zwei erfolgreichen Kriegen – Devolutionskrieg (1667/68), Holländischer Krieg (1672–1679) – gewann Ludwig XIV. das südliche Flandern und Burgund dazu. Fortgesetzte aggressive Annexions- und Machtpolitik gegenüber dem Heiligen Römischen Reich (Reunionen, Pfälzische Erbfolge) führten zu langwierigen Kriegen mit dem in der Augsburger Allianz (1686) zusammengeschlossenen überkonfessionellen Bündnis europäischer Mächte, an deren Ende Frankreich schließlich zahlreiche zuvor annektierte Gebiete zurückgeben musste (Friede von Rijswijk 1697). Dadurch wurde Ludwigs XIV. Ziel einer dauerhaften Etablierung Frankreichs als Hegemonialmacht in Europa erschüttert, und der mit dem Frieden von Utrecht (1713) beendete Spanische Erbfolgekrieg (1701–1713) markierte einen Wendepunkt in der mächtepolitischen Konkurrenz mit dem aufsteigenden England und brachte Frankreich an den Rand des Abgrunds.

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