Lexikon
Refọrmkonzilien
mehrere Konzilien des 15./16. Jahrhunderts, die, z. T. auf der Grundlage des Konziliarismus, das große abendländische Schisma (1378–1417) beseitigen wollten und eine Kirchenreform anstrebten: die Konzilien von Pisa (1409), Konstanz (1414–1418), Pavia-Siena (1423/24), Basel (1431–1437 bzw. 1449). In Pisa wurde ein Konzilpapst gegenüber den 2 Gegenpäpsten gewählt; da diese aber nicht zurücktraten, regierten von da ab 3 Päpste. Das Konstanzer Konzil beschloss einige vom Papst später nicht bestätigte oder nicht befolgte Dekrete: konziliare Autorität gegenüber dem Papst in Glaubens- und Reformfragen, Abhaltung regelmäßiger ökumenischer Konzilien (nur zweimal geschehen); es beseitigte das Papstschisma (1417). In Basel beschloss man regelmäßige Abhaltung von Provinzial- und Diözesansynoden, Beseitigung von Simonie und Klerikerkonkubinaten; zugleich beschränkte das Konzil jedoch die päpstliche Verwaltung und verlor deswegen bald seinen Anhang, was die Niederlage des Konziliarismus bedeutete. Mit dem Trienter Konzil (1545–1563) nahmen die Päpste das Reformwerk in die Hand.
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