Lexikon

Regietheater

Bezeichnung für eine Form der Theaterinszenierung, in dem nicht die „werkgetreue“ Wiedergabe eines Dramas im Sinne seines Autors im Mittelpunkt steht, sondern die eigenständige Interpretation des Textes durch den Regisseur und/oder das Ensemble die Aufführung bestimmt. Das Interesse gilt nicht der Frage, was der Autor mit seinem Stück sagen will, sondern der Neugier darauf, was der Regisseur mit der Inszenierung auszudrücken sucht. Das Regietheater gewann im Naturalismus an Bedeutung und wurde im 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zur prägenden Form der Theaterarbeit. Bedeutende Vertreter u. a.: Max Reinhardt, W. E. Meyerhold, Erwin Piscator, Peter Stein, Peter Zadek, Claus Peymann, Michael Thalheimer, Thomas Ostermeier.
Honigbiene an einer Blüte
Wissenschaft

Darmflora schützt Bienen vor Diabetes

Honigbienen ernähren sich vom zuckerreichen Nektar von Blütenpflanzen. Im Gegensatz zu Menschen mit einer solchen Diät entwickeln Bienen aber keine diabetesähnlichen Symptome. Warum das so ist, haben Biologen nun herausgefunden. Demnach tragen die Honigbienen bestimmte Mikroben in ihrem Darm, die ihren Stoffwechsel beeinflussen....

Neandertaler-Zähne
Wissenschaft

Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert

In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....

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