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LEXIKON

Regie

[reˈʒi:; die; französisch]
die künstlerische Gesamtleitung einer Theaterinszenierung oder eines Films. Von der Antike bis zum Ende des 18. Jahrhunderts beschränkte sich die Theaterregie auf bloße Spielleitung, die der Festlegung des äußeren Ablaufs einer Aufführung diente. Erst die Verfeinerung von Schauspielkunst und Theatertechnik sowie die Literarisierung des Dramas im Zuge der deutschen Klassik erforderten eine Regie, die die Ausdrucksmittel des Theaters künstlerisch und interpretierend anwandte, um die Aussagen eines Dramas werkgetreu zur Aufführung zu bringen. Dieses sog. Literaturtheater wurde um 1960 vom Regietheater verdrängt. Die Regie bemüht sich heute weniger um Werktreue, sondern um neue Deutungen von Theatertexten und um die Entdeckung neuer Ausdrucksmittel der Bühnenkunst.
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