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LEXIKON

Solrkraftwerk

Sonnenkraftwerk
Sonnenkollektoren
Sonnenkollektoren
Sonnenkollektoren in Warner Springs, Kalifornien.
Anlage zur Erzeugung elektrischer Energie durch Ausnutzen der Sonnenstrahlen, die direkt über photoelektrische Zellen (Solarzelle) oder indirekt über Dampferzeugung umgewandelt werden. Bei direkter Stromerzeugung (photovoltaisches Prinzip) werden Halbleiterkristalle (z. B. Silicium) durch Lichtquanten bestrahlt und dadurch freie Ladungsträger erzeugt. Bei Belastung der Halbleiter mit einem äußeren Widerstand bildet sich ein Spannungsabfall. Das führt zu einem Stromfluss. Bei indirekter Stromerzeugung nach dem solarthermischen Prinzip wird Strahlungsenergie in Wärme umgewandelt, indem die Strahlen von einer geeigneten Oberfläche absorbiert werden und Wärme hervorrufen, mit der man Dampf erzeugt. Der Dampf wird in Dampfturbinen entspannt bei einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 30%. Das erste großtechnische Solarkraftwerk „Eurelios“ ging 1981 in Sizilien ans Netz. In Deutschland ging Ende 1988 bei Kobern-Gondorf an der Mosel die damals größte europäische Solaranlage zur photovoltaischen Stromerzeugung in Betrieb. In Beneixama (Alicante) und Jumilla (Murcia) in Spanien wurden 2007 die weltgrößten Anlagen mit jeweils 20 MW Nennleistung fertiggestellt. Der Solarpark Waldpolenz bei Leipzig soll bis Ende 2009 auf eine Nennleistung von 40 MW ausgebaut werden.
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