Lexikon
Steinschneidekunst
Glyptikdie plastische Bearbeitung von Halb- und Ganzedelsteinen, Bergkristall und ähnlichen Steinsorten mit Hilfe von Schneid- und Schleifgeräten, hauptsächlich als Technik der Kleinplastik ausgeübt, besonders bei der Herstellung von Gemmen (als Intaglio oder Kamee), Siegeln und dergleichen. Älteste Werke der Steinschneidekunst sind die Siegelzylinder der sumerischen Uruk-Periode (um 3000 v. Chr.); zu einer wesentlichen technischen Verfeinerung kam es im 6. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland, nachdem bereits die kretisch-mykenische Kultur die Steinbearbeitung zu hoher Blüte geführt hatte. Von der griechischen Steinschneidekunst abhängig sind die etruskische und die römische, weitgehend auch die altpersische. In der römischen Kaiserzeit wurde die Technik vor allem auf dem Gebiet der Porträtkunst angewandt. Porträts waren auch das bevorzugte Thema in der Renaissance, in der die Steinschneidekunst einen neuen künstlerischen Aufschwung nahm. Einen weiteren Höhepunkt erreichte sie im Klassizismus.
Wissenschaft
Syphilis existierte schon vor 5500 Jahren in Amerika
Schon vor 5500 Jahren befiel der Syphilis-Erreger frühe Jäger und Sammler in Amerika. Das belegt alte DNA aus menschlichen Fossilien, in der Forschende auf die genetischen Spuren des verantwortlichen Bakteriums gestoßen sind. Näheren Analysen zufolge handelte es sich bei dem damals zirkulierenden Erregerstamm um eine Linie, die...
Wissenschaft
Ganz schön bizarr
Schon die vorletzte Folge dieser Kolumne ging von dem allzu gerne bemühten Allgemeinplatz aus, dass in der Wissenschaft jedes Ergebnis die Tür zu neuen Fragen öffnet. Diese Folge tut es wieder, startet von dort aus aber in eine andere Richtung. Denn so einleuchtend diese Feststellung auch sein mag, so sollte zugleich umgekehrt...