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LEXIKON

Steinschneidekunst

Glyptik
die plastische Bearbeitung von Halb- und Ganzedelsteinen, Bergkristall und ähnlichen Steinsorten mit Hilfe von Schneid- und Schleifgeräten, hauptsächlich als Technik der Kleinplastik ausgeübt, besonders bei der Herstellung von Gemmen (als Intaglio oder Kamee), Siegeln und dergleichen. Älteste Werke der Steinschneidekunst sind die Siegelzylinder der sumerischen Uruk-Periode (um 3000 v. Chr.); zu einer wesentlichen technischen Verfeinerung kam es im 6. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland, nachdem bereits die kretisch-mykenische Kultur die Steinbearbeitung zu hoher Blüte geführt hatte. Von der griechischen Steinschneidekunst abhängig sind die etruskische und die römische, weitgehend auch die altpersische. In der römischen Kaiserzeit wurde die Technik vor allem auf dem Gebiet der Porträtkunst angewandt. Porträts waren auch das bevorzugte Thema in der Renaissance, in der die Steinschneidekunst einen neuen künstlerischen Aufschwung nahm. Einen weiteren Höhepunkt erreichte sie im Klassizismus.
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