Lexikon
Stereotypie
Buchdruck
Verfahren zur Abformung und Vervielfältigung von Schriftsatz oder Druckstöcken in einer angefeuchteten Matrizenpappe (bis 1830 in Gips) unter Druck. Die Matrizen (Matern) werden mit Letternmetall zu druckfähigen Platten (Stereotypieplatten, kurz Stereos) ausgegossen; zum Abguss der Stereotypieplatten für Rotationsmaschinen werden die Matritzen nach dem Druckzylinderdurchmesser gebogen. Von einer Mater können bis 20 scharfe Abgüsse hergestellt werden. Die Stereotypie ermöglichte hohe Auflagen von einem einzigen Satz; im Flachformbuchdruck ersparte sie das Aufbewahren des Satzes oder den Neusatz für Nachdrucke. – Die Stereotypie mit Gips erfand W. Ged in Edinburgh (1725); die Stereotypie mit Blei F. Didot in Paris (1795); die Stereotypie mit Papier C. Genoux in Lyon (1829).
Wissenschaft
Schleim-Fallschirme behindern Kohlenstoffablagerung
Ein bisher unbekanntes Phänomen könnte die Ablagerung von Kohlenstoff im Meer erheblich beeinflussen, berichten Forschende: Die Partikel des marinen Schnees aus organischen Partikeln sind in unsichtbaren Schleim gehüllt, der ihr Absinken auf den Meeresgrund deutlich ausbremst. Dies hat eine spezielle Tracking-Mikroskopier-Technik...
Wissenschaft
Lebendiger Biozement auf Pilzbasis repariert sich selbst
Baustoffe wie Beton haben einen schlechten Klima-Fußabdruck, weil bei ihrer Herstellung große Mengen an CO2 freigesetzt werden. Nun haben Ingenieure ein neues Biomaterial entwickelt, das eine nachhaltige Alternative darstellen könnte. Dieser Baustoff wird aus lebenden Bakterienzellen und dem wurzelähnlichen Myzel eines Pilzes bei...