Lexikon
Stereotypie
Buchdruck
Verfahren zur Abformung und Vervielfältigung von Schriftsatz oder Druckstöcken in einer angefeuchteten Matrizenpappe (bis 1830 in Gips) unter Druck. Die Matrizen (Matern) werden mit Letternmetall zu druckfähigen Platten (Stereotypieplatten, kurz Stereos) ausgegossen; zum Abguss der Stereotypieplatten für Rotationsmaschinen werden die Matritzen nach dem Druckzylinderdurchmesser gebogen. Von einer Mater können bis 20 scharfe Abgüsse hergestellt werden. Die Stereotypie ermöglichte hohe Auflagen von einem einzigen Satz; im Flachformbuchdruck ersparte sie das Aufbewahren des Satzes oder den Neusatz für Nachdrucke. – Die Stereotypie mit Gips erfand W. Ged in Edinburgh (1725); die Stereotypie mit Blei F. Didot in Paris (1795); die Stereotypie mit Papier C. Genoux in Lyon (1829).
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